Viele Unternehmer spüren irgendwann:
„Unsere Website ist nicht mehr zeitgemäß.“
Dann fällt schnell das Wort Relaunch.
Neue Farben. Neues Design. Neue Texte. Alles neu.
Und genau hier passieren die teuersten Fehler.
Denn ein Website-Relaunch kann:
- dein Geschäft massiv nach vorne bringen
- oder deine Sichtbarkeit und Anfragen komplett zerstören
In diesem Beitrag zeige ich dir praxisnah und ohne Schönreden:
- wann ein Relaunch wirklich sinnvoll ist,
- welche Fehler beim Relaunch extrem häufig sind,
- was du vor einem Relaunch zwingend klären musst,
- und wie du deine Website neu aufstellst, ohne Reichweite und Leads zu verlieren.
Was bedeutet „Website Relaunch“ überhaupt?
Ein Relaunch ist mehr als ein neues Design.
Er kann betreffen:
- Struktur der Seite
- Inhalte & Texte
- Technik (CMS, Ladezeit, Mobile)
- SEO & URLs
- Positionierung & Angebot
Je größer der Eingriff, desto größer das Risiko – und die Chance.
Typische Gründe für einen Website Relaunch
Ein Relaunch ist sinnvoll, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:
1. Die Website bringt keine Anfragen
Das häufigste Motiv.
Die Seite ist online, aber:
- Besucher springen ab
- Formulare werden kaum genutzt
- Anfragen kommen nur über Empfehlungen
👉 Dann liegt fast immer ein Struktur- oder Positionierungsproblem vor.
2. Die Website ist technisch veraltet
Typische Symptome:
- langsame Ladezeiten
- schlechte mobile Darstellung
- veraltetes CMS
- Sicherheitsprobleme
Das wirkt sich direkt auf:
- Nutzererfahrung
- Google-Ranking
- Vertrauen
aus.
3. Dein Angebot hat sich verändert
Viele Unternehmen entwickeln sich weiter – die Website nicht.
Beispiele:
- neue Zielgruppe
- neue Leistungen
- neue Preisstruktur
- klarere Spezialisierung
Wenn deine Website das nicht widerspiegelt, arbeitet sie gegen dich.
4. Rebranding oder neue Positionierung
Neuer Name, neues Erscheinungsbild, neue Ausrichtung.
Hier ist ein Relaunch oft unvermeidbar – aber gefährlich, wenn er falsch gemacht wird.
Wann ein Relaunch gefährlich ist
Nicht jeder Relaunch ist eine gute Idee.
❌ Relaunch aus Langeweile
„Die Seite ist halt schon ein paar Jahre alt.“
Kein Grund.
Design allein bringt keine Kunden.
❌ Relaunch ohne Daten
Wenn du nicht weißt:
- welche Seiten besucht werden
- wo Anfragen entstehen
- über welche Keywords du gefunden wirst
dann reißt du eventuell funktionierende Elemente ab.
❌ Relaunch ohne SEO-Plan
Einer der größten Fehler überhaupt.
Ohne:
- Weiterleitungen (301)
- saubere URL-Planung
- Keyword-Analyse
kann ein Relaunch dazu führen, dass:
- Rankings einbrechen
- Google die Seite neu „lernen“ muss
- Sichtbarkeit monatelang weg ist
Die größten Relaunch-Fehler aus der Praxis
1. Alles neu – ohne Grund
Viele reißen die komplette Struktur ab, obwohl:
- einzelne Seiten gut ranken
- bestimmte Inhalte funktionieren
Besser:
- analysieren
- behalten, was funktioniert
- gezielt verbessern, was nicht funktioniert
2. Fokus auf Design statt Wirkung
„Sieht modern aus“ ist kein KPI.
Eine neue Website muss:
- klarer erklären
- besser führen
- schneller zur Anfrage bringen
Wenn das Design hübscher ist, aber die Conversion schlechter – hast du verloren.
3. Texte werden gekürzt oder verwässert
SEO-Texte werden oft:
- stark gekürzt
- „schöner formuliert“
- weniger konkret
Google mag keine Schönheit.
Google mag Klarheit und Relevanz.
4. Fehlende Weiterleitungen
Alte URLs ohne Weiterleitung =
Ranking-Verlust mit Ansage.
Jede alte Seite braucht:
- eine passende neue Zielseite
- saubere 301-Weiterleitung
So gehst du einen Relaunch richtig an
Schritt 1: Analyse vor dem ersten Design
Bevor irgendwas neu gebaut wird:
- Welche Seiten bringen Traffic?
- Welche Seiten bringen Anfragen?
- Welche Keywords funktionieren?
Ohne diese Daten ist ein Relaunch Glücksspiel.
Schritt 2: Ziel definieren
Eine einfache, aber entscheidende Frage:
„Was soll die neue Website besser machen als die alte?“
Mehr:
- Anfragen?
- Klarheit?
- Sichtbarkeit?
- Vertrauen?
Ein Relaunch ohne Ziel ist nur Kosmetik.
Schritt 3: Struktur vor Design
Erst:
- Seitenaufbau
- Inhalte
- Nutzerführung
Dann:
- Farben
- Layout
- Effekte
Andersrum endet fast immer im Chaos.
Schritt 4: SEO von Anfang an einplanen
Dazu gehören:
- Keyword-Cluster
- saubere URL-Struktur
- Weiterleitungen
- interne Verlinkung
- Ladezeiten
- mobile Performance
SEO ist kein Add-on nach dem Relaunch –
sondern Teil des Relaunchs.
Schritt 5: Relaunch begleiten, nicht einfach live stellen
Nach dem Livegang:
- Rankings beobachten
- Google Search Console prüfen
- Nutzerverhalten analysieren
- nachjustieren
Ein Relaunch ist kein Punkt.
Er ist ein Prozess.
Relaunch oder Optimierung – was ist besser?
Nicht immer braucht es einen kompletten Relaunch.
Oft reicht:
- bessere Startseite
- klarere Texte
- gezielte Landingpages
- bessere Call-to-Actions
Ein kompletter Relaunch lohnt sich vor allem, wenn:
- Technik alt ist
- Struktur falsch ist
- Positionierung unklar ist
Kosten eines Website Relaunchs (realistisch)
Je nach Umfang:
Kleiner Relaunch / Optimierung
👉 ca. 2.000 – 4.000 €
Vollständiger Relaunch (Website neu)
👉 ca. 4.000 – 10.000 €
Relaunch + SEO + Content
👉 ab 7.000 € aufwärts
Teuer?
Nur, wenn er nichts bringt.
Fazit: Ein Relaunch kann Wachstum bringen – oder Schaden anrichten
Ein Website Relaunch ist kein Selbstläufer.
Er ist eine unternehmerische Entscheidung.
Richtig gemacht:
- mehr Anfragen
- bessere Sichtbarkeit
- klarere Positionierung
Falsch gemacht:
- Ranking-Verlust
- weniger Leads
- Frust
Die wichtigste Regel:
Nicht neu machen, weil es alt ist – sondern weil es ein klares Ziel gibt.
Dann lohnt sich ein Relaunch wirklich.