Du willst eine Website erstellen lassen – und willst vor allem eins: dass sie Kunden bringt. Nicht nur „online sein“, nicht nur „schön aussehen“. Sondern Ergebnisse.
Trotzdem passiert in der Praxis ständig das Gleiche: Unternehmer zahlen mehrere tausend Euro, bekommen eine hübsche Seite – und nach dem Launch kommt… nichts. Keine Anfragen, keine Termine, keine klare Wirkung.
Der Grund ist selten „Pech“. Es liegt meistens an falschen Erwartungen, unvollständigen Leistungen oder einem Aufbau, der zwar modern aussieht, aber nicht verkauft.
In diesem Beitrag bekommst du Klartext zu:
- welchen Kosten du realistisch rechnen solltest,
- was eine Agentur oder ein Freelancer liefern muss,
- welche Fehler dich später richtig Geld kosten,
- und wie du am Ende eine Website bekommst, die arbeitet.
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Die ehrliche Antwort: Kommt drauf an – aber nicht, weil Webdesigner „mal so, mal so“ arbeiten sollen, sondern weil Umfang und Ziel entscheiden.
Hier sind realistische Preisbereiche (ohne Fantasie-Zahlen):
1) Einfache Unternehmenswebsite (Basis)
Typisch: 3–5 Seiten (Start, Leistungen, Über uns, Kontakt, Rechtliches)
Preisrahmen: grob 1.500–4.000 €
Für wen: kleine Betriebe, die erstmal sauber online auftreten wollen
Wichtig: In dieser Kategorie ist häufig keine echte SEO-Strategie drin – maximal „technisch sauber“.
2) Verkaufsstarke Website (Conversion-orientiert)
Typisch: klare Positionierung, Verkaufsstruktur, starke Texte, Conversion-Elemente
Preisrahmen: grob 3.500–9.000 €
Für wen: Dienstleister, Handwerk, Beratung – alle, die planbar Anfragen wollen
Hier zählt nicht die Anzahl der Seiten, sondern ob die Seite führt, überzeugt und abschließt.
3) SEO-/Content-Setup (für Sichtbarkeit bei Google)
Typisch: Keyword-Struktur, optimierte Inhalte, Landingpages/Leistungsseiten, Blog-Setup
Preisrahmen: grob 5.000–15.000 € (je nach Umfang)
Für wen: Unternehmen, die langfristig über Google Kunden gewinnen wollen
Viele unterschätzen: SEO entsteht nicht durch ein Plugin – sondern durch Struktur und Inhalte.
4) Webshop / komplexe Systeme
Typisch: Shop, Schnittstellen, Automationen, Buchungssysteme, Mitgliederbereiche
Preisrahmen: ab 7.000 € aufwärts
Für wen: E-Commerce, Buchungsmodelle, skalierbare Systeme
Die echten Kostentreiber (die dir kaum jemand sauber erklärt)
Wenn du Angebote vergleichst, schau nicht auf den Preis, sondern auf diese Punkte:
1) Texte: Copywriting ist oft der Unterschied zwischen „schön“ und „verkauft“
Viele Angebote enthalten „Texte vom Kunden“.
Heißt übersetzt: Du bekommst Design, aber keine Wirkung.
Gute Texte sind:
- positioniert (für klare Zielgruppe),
- verständlich (ohne Agentur-Deutsch),
- strukturiert (scannbar),
- conversion-orientiert (mit klaren CTA’s).
2) Struktur: Eine gute Website ist ein Funnel – nur ohne Bullshit
Besucher brauchen:
- schnelle Orientierung,
- klare Vorteile,
- Vertrauen,
- einen einfachen nächsten Schritt.
Wenn die Seite nicht führt, bringt dir auch das beste Design nichts.
3) SEO: Ohne Keyword-Logik wirst du nicht gefunden
Eine Website kann technisch perfekt sein – und trotzdem unsichtbar.
Warum? Weil Google nicht „schön“ bewertet, sondern Relevanz.
Grundlagen, die drin sein müssen:
- saubere H-Struktur,
- schnelle Ladezeit,
- mobile Performance,
- saubere Indexierung,
- passende Seiten für Suchintentionen (Leistungen, Orte, Probleme).
4) Rechtliches & Tracking
In Deutschland sind Impressum/Datenschutz/Cookie-Consent kein „Extra“.
Wenn hier gepfuscht wird, wird’s später teuer.
Und: Wenn du nicht misst (Analytics/Search Console), optimierst du im Dunkeln.
Ablauf: So sollte es professionell laufen (ohne Zeitverschwendung)
Ein sauberer Prozess besteht aus vier Schritten:
Schritt 1: Ziele & Angebot schärfen
- Was verkaufst du genau?
- Für wen?
- Was soll der Besucher am Ende tun?
Wenn das nicht klar ist, wird die Website beliebig.
Schritt 2: Struktur & Inhalte planen
- Startseite mit klarer Botschaft
- Leistungsseiten, die Probleme lösen
- Trust-Elemente (Referenzen, Cases, Prozess)
- klare CTA-Logik
Schritt 3: Design + Umsetzung (mobil zuerst)
Nicht andersrum.
Erst Logik, dann Design.
Schritt 4: Livegang + Google-Basics + Übergabe
- Indexierung prüfen
- Technik-Check
- Weiterleitung / alte URLs (wenn Relaunch)
- Einweisung / Video-Anleitung
Die 7 häufigsten Fehler beim „Website erstellen lassen“
- Du kaufst Design statt Ergebnis
- Du bekommst keine Texte, nur Layout
- Keine klare Positionierung („für alle“)
- Kein Traffic-Plan (Google/Ads/Social)
- SEO wird als „Plugin“ verkauft
- Keine Referenzen / kein Vertrauen sichtbar
- Du bist nach dem Launch abhängig (keine Übergabe, kein Zugriff, kein System)
Wenn dir einer dieser Punkte bekannt vorkommt: Du bist nicht allein. Das passiert täglich.
Checkliste: So erkennst du ein gutes Angebot in 10 Minuten
Stell diese Fragen. Wenn die Antworten schwammig sind: Finger weg.
- Wer schreibt die Texte – und nach welchem Prinzip?
- Wie stellt ihr sicher, dass die Seite Anfragen auslöst?
- Welche Keywords/Leistungsseiten werden geplant?
- Was passiert nach dem Launch (Indexierung, Tracking, Übergabe)?
- Bekomme ich volle Kontrolle über die Seite?
- Gibt es klare Beispiele / Cases?
- Was ist genau im Preis enthalten (und was nicht)?
Fazit: Die beste Website ist die, die verkauft – nicht die, die „gefällt“
Wenn du eine Website erstellen lässt, kaufst du nicht „Seiten“.
Du kaufst ein System, das:
- sichtbar macht,
- Vertrauen aufbaut,
- Besucher führt,
- und Anfragen erzeugt.
Wenn du willst, dass sich die Investition lohnt, dann achte nicht zuerst auf den Preis – sondern darauf, ob Struktur, Texte und Zielsetzung stimmen.
Denn am Ende ist die Rechnung simpel:
Eine Website, die keine Anfragen bringt, ist immer zu teuer.
Eine Website, die regelmäßig Anfragen bringt, ist ein Vermögenswert.